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Linalool: Das Lavendel-Terpen

Lavendel, Stein, Tinkturfläschchen

Linalool ist ein natürlich vorkommender Monoterpen-Alkohol, der unter anderem in Lavendel, Basilikum, Koriander und Cannabis vorkommen kann. Charakteristisch ist sein blumiges, frisches, leicht würziges und teilweise lavendelartiges Aroma.

Der Stoff spielt seit Langem eine wichtige Rolle in Parfümerie, Kosmetik und Duftstoffanwendungen. Auch in der Cannabisforschung ist Linalool interessant, weil es Bestandteil komplexer Terpenprofile sein und zum individuellen Aroma einer Blüte beitragen kann.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Linalool ist ein natürlich vorkommender Monoterpen-Alkohol mit der Summenformel C10H18O.
  • Sein Duft wird häufig als blumig, frisch, leicht würzig und lavendelartig beschrieben.
  • Bekannte natürliche Quellen sind unter anderem Lavendel, Basilikum, Koriander und verschiedene weitere aromatische Pflanzen.
  • Linalool wird insbesondere in Parfüms, Kosmetik, Duftstoffen und Aromaprodukten verwendet.
  • Insbesondere oxidierte Linalool-Verbindungen können bei empfindlichen Personen Hautsensibilisierungen beziehungsweise Kontaktallergien begünstigen.
Linalool Terpen und charakteristisches Aroma

Was ist Linalool?

Linalool ist ein natürlich vorkommender Monoterpen-Alkohol, der in zahlreichen Pflanzen und ätherischen Ölen vorkommt.

Die chemische Summenformel lautet C10H18O. Die systematische Bezeichnung ist 3,7-Dimethylocta-1,6-dien-3-ol.

Linalool kann in unterschiedlichen stereochemischen Formen vorkommen. Diese können sich unter anderem hinsichtlich natürlicher Quelle und Duftcharakter unterscheiden.

In Pflanzen tritt Linalool normalerweise nicht isoliert auf, sondern gemeinsam mit zahlreichen anderen flüchtigen Verbindungen.

Einen allgemeinen Überblick über diese Stoffgruppe findest du im Beitrag Terpene: Aroma, Eigenschaften und Forschung .

Wie riecht Linalool?

Das Duftprofil gehört zu den auffälligsten Eigenschaften von Linalool.

Blumig

Florale Duftnoten bilden einen wesentlichen Teil des typischen Linalool-Profils.

Lavendelartig

Linalool wird besonders häufig mit dem charakteristischen Duft von Lavendel in Verbindung gebracht.

Leicht würzig

Je nach Pflanzenquelle können zusätzlich fein würzige oder krautige Nuancen wahrgenommen werden.

Frisch und weich

In komplexen Duftmischungen kann Linalool eine frische, weiche und teilweise leicht süßliche Komponente beitragen.

Das Aroma einer Pflanze lässt sich jedoch nicht auf ein einzelnes Molekül reduzieren.

Entscheidend ist das Zusammenspiel verschiedener Terpene und weiterer aromatischer Verbindungen.

Linalool Aroma und natürliche Quellen

Wo kommt Linalool natürlich vor?

Linalool ist in zahlreichen aromatischen Pflanzen und ätherischen Ölen enthalten.

Zu den bekannten Quellen gehören unter anderem:

  • Lavendel
  • Basilikum
  • Koriander
  • Rosenholz beziehungsweise entsprechende ätherische Öle
  • Zitruspflanzen
  • weitere aromatische Pflanzen
  • Cannabis

Die tatsächliche Konzentration hängt unter anderem von Pflanzenart, Sorte, Pflanzenteil und weiteren biologischen beziehungsweise ökologischen Faktoren ab.

Linalool in Lavendel

Lavendel gehört zu den bekanntesten natürlichen Quellen von Linalool.

Gemeinsam mit weiteren flüchtigen Stoffen trägt es wesentlich zum charakteristischen floralen Duft verschiedener Lavendelöle bei.

Die genaue Zusammensetzung eines ätherischen Öls kann jedoch je nach Pflanzenart und Produkt variieren.

Linalool in Kräutern und Gewürzpflanzen

Auch verschiedene Kräuter und Gewürzpflanzen können Linalool enthalten.

Dazu gehören beispielsweise Basilikum und Koriander, bei denen Linalool zusammen mit weiteren flüchtigen Pflanzenstoffen zum jeweiligen Aroma beiträgt.

Damit ist Linalool nicht nur für die Duftstoffindustrie, sondern auch für die sensorische Wahrnehmung pflanzlicher Lebensmittel und Gewürze interessant.

Linalool in Parfüm und Kosmetik

Aufgrund seines charakteristischen Dufts wird Linalool seit Langem in Parfüm- und Kosmetikprodukten eingesetzt.

Typische Produktbereiche sind:

  • Parfüms und Eau de Toilette
  • Shampoos und Haarpflegeprodukte
  • Duschgele und Seifen
  • Körperpflegeprodukte
  • Cremes und Lotionen
  • Duftmischungen und ätherische Öle
  • Raumdüfte

In Duftkompositionen lässt sich Linalool mit zahlreichen weiteren floralen, frischen und würzigen Duftstoffen kombinieren.

Linalool in Kosmetik und Parfüm

Linalool und Aromatherapie

Linalool ist besonders eng mit ätherischen Ölen und deren Duftwahrnehmung verbunden.

Linaloolreiche Pflanzen wie Lavendel werden häufig als angenehm oder entspannend riechend beschrieben.

Dabei sollte jedoch zwischen einer subjektiv angenehmen Geruchswahrnehmung und einer medizinisch nachgewiesenen therapeutischen Wirkung unterschieden werden.

Wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich mit unterschiedlichen biologischen Eigenschaften von Linalool, erlauben aber nicht automatisch konkrete medizinische Empfehlungen.

Aromatherapie ist nicht automatisch medizinische Therapie

Ein als angenehm oder beruhigend wahrgenommener Duft ist nicht mit einer nachgewiesenen Behandlung von Schlafproblemen, Angst, Schmerzen oder anderen Erkrankungen gleichzusetzen.

Linalool und Aromatherapie

Welche Wirkung hat Linalool?

Linalool wird wissenschaftlich auf verschiedene mögliche biologische Eigenschaften untersucht.

Forschungsbereiche umfassen unter anderem:

  • antimikrobielle Eigenschaften
  • antioxidative Mechanismen
  • entzündungsbezogene Prozesse
  • mögliche Wechselwirkungen mit dem Nervensystem

Viele Ergebnisse stammen aus Labor-, Zell- oder Tiermodellen.

Daraus lässt sich keine gesicherte therapeutische Wirkung beim Menschen ableiten.

Forschung richtig einordnen

Wissenschaftlich untersuchte biologische Aktivität bedeutet nicht automatisch, dass Linalool als eigenständiges Arzneimittel oder zur Behandlung konkreter Beschwerden geeignet ist.

Linalool in Cannabis

Linalool kann Bestandteil des natürlichen Terpenprofils bestimmter Cannabisblüten sein.

Dort trägt es gemeinsam mit weiteren Terpenen zum individuellen Duft- und Geschmacksprofil bei.

Linaloolreiche Profile können beispielsweise florale, lavendelartige, leicht würzige oder kräuterartige Nuancen aufweisen.

Das tatsächliche Aroma hängt jedoch immer vom gesamten Pflanzenprofil ab.

Linalool ist außerdem kein Cannabinoid und sollte nicht mit THC oder CBD gleichgesetzt werden.

Linalool im Cannabis-Terpenprofil

Linalool und Vaporizer

Terpene sind flüchtige Pflanzenstoffe und können sich beim kontrollierten Erhitzen von Pflanzenmaterial verändern beziehungsweise freigesetzt werden.

Ein Vaporizer ist dafür vorgesehen, geeignetes Material kontrolliert zu erwärmen, anstatt es klassisch zu verbrennen.

Die bestimmungsgemäße Verdampfung vermeidet klassische Verbrennung; Inhalation ist dennoch nicht risikofrei.

Eine einzelne universelle „Linalool-Temperatur“ ist für Cannabisblüten nicht sinnvoll.

Das Pflanzenmaterial besteht aus zahlreichen unterschiedlichen Stoffen, und auch Vaporizer unterscheiden sich bei Heizsystem, Luftführung, Sensorik und Temperaturregelung.

Technische Grundlagen zur Temperatursteuerung findest du im Vaporizer Temperatur Guide .

Linalool und Verdampfung mit einem Vaporizer

Sicherheit, Allergien und Oxidation

Auch natürlich vorkommende Duftstoffe können bei empfindlichen Personen Hautreaktionen hervorrufen.

Bei Linalool spielt insbesondere die Oxidation durch Luftsauerstoff eine wichtige Rolle.

Dabei können Oxidationsprodukte wie Hydroperoxide entstehen, die allergologisch besonders relevant sind.

Mögliche Hautreaktionen können beispielsweise sein:

  • Rötungen
  • Juckreiz
  • Reizungen
  • Kontaktdermatitis
  • allergische Sensibilisierung

Wer empfindlich auf Duftstoffe reagiert, sollte Produktkennzeichnungen beachten und bei bekannten Allergien entsprechende Inhaltsstoffe meiden.

Linalool und mögliche Hautsensibilisierung

Linalool im Zusammenspiel mit anderen Terpenen

In natürlichen Pflanzen tritt Linalool gewöhnlich gemeinsam mit weiteren aromatischen Verbindungen auf.

Je nach Pflanzenart können beispielsweise folgende Terpene beziehungsweise Terpenoide zusammen mit Linalool vorkommen:

  • Geraniol
  • Myrcen
  • Pinen
  • Caryophyllen
  • Humulen

Die genaue Zusammensetzung beeinflusst das gesamte Duftprofil. Das Vorhandensein von Linalool allein erklärt deshalb nicht das vollständige Aroma einer Pflanze.

Linalool und Geraniol im Vergleich

Linalool und Geraniol gehören beide zu den sauerstoffhaltigen Monoterpenverbindungen und können zu floralen Pflanzenaromen beitragen.

Eigenschaft Linalool Geraniol
Stoffgruppe Monoterpen-Alkohol Monoterpen-Alkohol
Typisches Duftprofil Blumig, frisch, leicht würzig, lavendelartig Blumig, rosig, süßlich, leicht zitrisch
Bekannte Quellen Lavendel, Basilikum, Koriander Rose, Rosengeranie, Palmarosa
Bedeutung Duftstoff und Forschungsgegenstand Duftstoff und Forschungsgegenstand

Weitere Informationen findest du im Beitrag Geraniol: Aroma, Eigenschaften und Vorkommen .

Warum ist Linalool für Cannabis interessant?

Für Cannabis ist Linalool vor allem als Bestandteil des Terpenprofils interessant.

Es kann dazu beitragen, dass bestimmte Blüten florale, frische, würzige oder lavendelartige Aromaeindrücke besitzen.

Der Gehalt eines einzelnen Terpens erlaubt jedoch keine zuverlässige Vorhersage einer bestimmten Cannabiswirkung.

Entscheidend sind das gesamte chemische Profil des Produkts sowie individuelle Faktoren.

Fazit: Was du über Linalool wissen solltest

Linalool ist ein vielseitiger natürlicher Monoterpen-Alkohol, der in zahlreichen aromatischen Pflanzen und ätherischen Ölen vorkommt.

Besonders bekannt ist der Stoff für sein blumiges, frisches, leicht würziges und teilweise lavendelartiges Aroma.

Seine wichtigsten praktischen Einsatzbereiche liegen in Parfümerie, Kosmetik und Duftstoffanwendungen.

Gleichzeitig wird Linalool auf verschiedene biologische Eigenschaften untersucht. Präklinische Forschung ist jedoch nicht mit einer nachgewiesenen medizinischen Wirkung gleichzusetzen.

Im Cannabis-Kontext trägt Linalool gemeinsam mit anderen Terpenen zum individuellen Aromaprofil einer Blüte bei.

Bei Kosmetik und Duftprodukten sollte außerdem berücksichtigt werden, dass insbesondere oxidierte Linalool-Verbindungen bei empfindlichen Personen Kontaktallergien begünstigen können.

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Häufig gestellte Fragen zu Linalool

Was ist Linalool?

Linalool ist ein natürlich vorkommender Monoterpen-Alkohol mit der Summenformel C10H18O. Er kommt in zahlreichen aromatischen Pflanzen und ätherischen Ölen vor.

Wie riecht Linalool?

Linalool wird häufig als blumig, frisch, leicht würzig und lavendelartig beschrieben.

Wo kommt Linalool natürlich vor?

Bekannte Quellen sind unter anderem Lavendel, Basilikum, Koriander und verschiedene weitere aromatische Pflanzen. Auch Cannabis kann Linalool enthalten.

Welche Wirkung wird Linalool zugeschrieben?

Linalool wird häufig mit angenehm oder entspannend wahrgenommenen Düften verbunden. Verschiedene biologische Eigenschaften werden wissenschaftlich untersucht, daraus lässt sich jedoch keine gesicherte medizinische Wirkung beim Menschen ableiten.

Kann Linalool Allergien auslösen?

Ja. Insbesondere oxidierte Linalool-Verbindungen können bei empfindlichen Personen Kontaktallergien beziehungsweise Hautsensibilisierungen begünstigen.

Ist Linalool in Cannabis enthalten?

Linalool kann Bestandteil des natürlichen Terpenprofils von Cannabis sein und dort gemeinsam mit weiteren Terpenen zum Duft und Geschmack beitragen.

Was ist der Unterschied zwischen Linalool und Geraniol?

Beide Stoffe sind Monoterpen-Alkohole. Linalool wird eher als floral, frisch und lavendelartig beschrieben, Geraniol dagegen stärker als rosig, blumig und leicht zitrisch.

Gibt es eine optimale Vaporizer-Temperatur für Linalool?

Eine universelle optimale Einstellung speziell für Linalool lässt sich nicht seriös angeben. Cannabisblüten enthalten zahlreiche Stoffe und auch Vaporizer unterscheiden sich technisch deutlich.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen wissenschaftlichen und technischen Information. Linalool ist ein natürlicher Duftstoff und Forschungsgegenstand. Aussagen zu möglichen biologischen Eigenschaften sollten nicht mit einer nachgewiesenen therapeutischen Wirkung gleichgesetzt werden. Bei bekannten Duftstoffallergien sind Produktkennzeichnungen und fachliche Hinweise zu beachten.

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