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Cannabinoide erklärt: THC, CBD, CBN, CBG & mehr

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Cannabinoide sind eine vielfältige Gruppe chemischer Verbindungen. Besonders bekannt sind die pflanzlichen Cannabinoide THC und CBD, doch auch CBG, CBN, CBC, CBDV sowie ihre sauren Vorstufen spielen in der Forschung eine Rolle. In diesem Ratgeber erfährst du, was Cannabinoide sind, wie sie mit dem Endocannabinoidsystem zusammenhängen und wie sich wichtige Vertreter unterscheiden.

Bei gesundheitlichen und medizinischen Aussagen ist eine differenzierte Einordnung wichtig: Einige Cannabinoide werden bereits in zugelassenen Arzneimitteln oder ärztlich verordneten Cannabispräparaten eingesetzt. Für viele andere häufig beworbene Einsatzbereiche fehlen dagegen noch ausreichend belastbare klinische Daten.

Die bestimmungsgemäße Verdampfung vermeidet klassische Verbrennung; Inhalation ist dennoch nicht risikofrei.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Von Cannabis gebildete Cannabinoide werden als Phytocannabinoide bezeichnet.
  • THC ist psychoaktiv, während CBD keine vergleichbare berauschende Wirkung besitzt.
  • CBG, CBN, CBC und CBDV gehören zu den weiteren erforschten Cannabinoiden.
  • THCA und CBDA sind saure Vorstufen, die sich unter Wärmeeinwirkung teilweise in THC beziehungsweise CBD umwandeln können.
  • Das Endocannabinoidsystem umfasst körpereigene Botenstoffe, Rezeptoren und Enzyme.
  • Präklinische Forschung ist nicht mit einer klinisch nachgewiesenen Therapie beim Menschen gleichzusetzen.

Was sind Cannabinoide?

Cannabinoide sind chemische Verbindungen, die mit verschiedenen biologischen Signalwegen interagieren können. Besonders bekannt sind die aus Cannabis stammenden Phytocannabinoide.

Daneben produziert auch der menschliche Körper eigene cannabinoidähnliche Botenstoffe. Diese werden als Endocannabinoide bezeichnet und sind Bestandteil des Endocannabinoidsystems.

Zu den bekannten Phytocannabinoiden zählen:

  • THC – Tetrahydrocannabinol
  • CBD – Cannabidiol
  • CBG – Cannabigerol
  • CBN – Cannabinol
  • CBC – Cannabichromen
  • CBDV – Cannabidivarin

Diese Stoffe unterscheiden sich in chemischer Struktur, Konzentration und ihren Wechselwirkungen mit dem menschlichen Körper. Der Sammelbegriff „Cannabinoid“ erlaubt deshalb noch keine Aussage darüber, wie ein einzelner Stoff oder ein Cannabisprodukt wirkt.

Auch Terpene tragen zur Charakteristik der Pflanze bei. Sie sind vor allem für Aroma und Geruch relevant und werden gemeinsam mit Cannabinoiden wissenschaftlich untersucht.

Cannabinoide und wichtige Inhaltsstoffe der Cannabispflanze

Das Endocannabinoidsystem

Das Endocannabinoidsystem, kurz ECS, ist ein körpereigenes Signalsystem. Es umfasst unter anderem Endocannabinoide, Rezeptoren und Enzyme und ist an verschiedenen physiologischen Prozessen beteiligt.

Zu den bekanntesten Cannabinoid-Rezeptoren gehören CB1 und CB2.

CB1-Rezeptoren

CB1-Rezeptoren kommen besonders häufig im zentralen Nervensystem vor und sind an verschiedenen neurologischen Signalprozessen beteiligt.

CB2-Rezeptoren

CB2-Rezeptoren finden sich unter anderem auf Zellen des Immunsystems und stehen mit unterschiedlichen immunologischen Signalwegen in Verbindung.

Endocannabinoide

Der menschliche Körper bildet eigene Botenstoffe wie Anandamid und 2-Arachidonoylglycerol, kurz 2-AG.

Weitere Signalwege

Cannabinoide wirken nicht ausschließlich über CB1 und CB2. Auch andere Rezeptoren und biologische Signalwege werden wissenschaftlich untersucht.

THC kann über CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem psychoaktive Effekte auslösen. CBD besitzt dagegen ein deutlich anderes pharmakologisches Profil und aktiviert CB1 nicht auf vergleichbare Weise.

Die Erforschung des Endocannabinoidsystems ist weiterhin Gegenstand wissenschaftlicher Arbeit. Einzelne biologische Mechanismen sollten deshalb nicht automatisch in konkrete Gesundheitsversprechen übersetzt werden.

Die wichtigsten Cannabinoide im Überblick

Welche Cannabinoide in einer Cannabispflanze vorkommen und in welcher Konzentration sie vorhanden sind, hängt unter anderem von Genetik, Entwicklungsstadium, Verarbeitung und Lagerung ab.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die sauren Vorstufen vieler Cannabinoide. In frischem Pflanzenmaterial liegen relevante Mengen beispielsweise als THCA oder CBDA vor.

THC – Tetrahydrocannabinol

Δ9-Tetrahydrocannabinol ist das bekannteste psychoaktive Cannabinoid der Cannabispflanze. THC kann Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Stimmung, Gedächtnis und weitere Funktionen beeinflussen.

Wie stark solche Effekte ausgeprägt sind, hängt unter anderem vom konkreten Produkt, der aufgenommenen Menge, der Darreichungsform, der Häufigkeit der Anwendung und der individuellen Empfindlichkeit ab.

THC beziehungsweise THC-haltige Präparate werden auch medizinisch eingesetzt. Welche Anwendung medizinisch sinnvoll und rechtlich vorgesehen ist, hängt vom jeweiligen Präparat, der Diagnose und der ärztlichen Behandlung ab.

CBD – Cannabidiol

Cannabidiol zählt zu den bekanntesten nicht berauschenden Cannabinoiden. Es erzeugt kein mit THC vergleichbares Cannabis-High.

CBD interagiert mit verschiedenen biologischen Signalwegen und wird für unterschiedliche medizinische und pharmakologische Fragestellungen untersucht.

Für bestimmte Epilepsieformen existieren zugelassene CBD-haltige Arzneimittel. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass frei verkäufliche CBD-Produkte pauschal gegen Schlafprobleme, Stress, Schmerzen oder andere Beschwerden wirksam sind.

CBD ist nicht gleich CBD-Arzneimittel

Ein zugelassenes Arzneimittel mit definierter Wirkstoffmenge, Qualität und medizinischer Indikation ist nicht mit beliebigen frei vermarkteten CBD-Produkten gleichzusetzen.

CBN – Cannabinol

Cannabinol kann unter anderem bei Abbau- und Oxidationsprozessen von THC entstehen. Deshalb können sich die CBN-Anteile eines Cannabisprodukts während längerer Lagerung verändern.

CBN besitzt kein mit THC vergleichbares psychoaktives Profil. Häufig wird es mit Schlaf und Entspannung beworben, die wissenschaftliche Datenlage reicht jedoch nicht aus, um daraus eine allgemeine schlaffördernde Wirkung abzuleiten.

Wichtige Cannabinoide wie THC CBD und CBN

Weitere Cannabinoide: CBG, CBC und CBDV

CBG – Cannabigerol

CBG ist ein weiteres Phytocannabinoid. Besonders relevant ist seine saure Vorstufe CBGA, die in der Biosynthese verschiedener anderer Cannabinoide eine wichtige Rolle spielt.

CBG wird unter anderem im Zusammenhang mit Entzündungsprozessen, Schmerzmechanismen, neurologischen Signalwegen und antimikrobiellen Eigenschaften erforscht.

Viele dieser Ergebnisse stammen jedoch aus Grundlagenforschung, Zellmodellen oder Tierstudien. Daraus können keine gesicherten therapeutischen Wirkungen beim Menschen abgeleitet werden.

CBC – Cannabichromen

CBC gehört ebenfalls zu den natürlichen Cannabinoiden der Cannabispflanze und besitzt keine mit THC vergleichbare berauschende Wirkung.

Es wird unter anderem in Bezug auf Entzündungs- und Schmerzmechanismen sowie weitere biologische Signalwege untersucht. Für konkrete medizinische Anwendungen fehlen jedoch bislang ausreichende klinische Nachweise.

CBDV – Cannabidivarin

CBDV ist ein nicht berauschendes Cannabinoid, das insbesondere im Zusammenhang mit neurologischen Fragestellungen erforscht wird.

Auch hier gilt: Ergebnisse aus präklinischen Untersuchungen sind ein Ausgangspunkt für weitere Forschung, aber noch kein Nachweis einer therapeutischen Wirksamkeit beim Menschen.

THCA, CBDA und Decarboxylierung

Frisches Pflanzenmaterial enthält relevante Cannabinoide häufig zunächst in Form ihrer sauren Vorstufen. Dazu gehören beispielsweise THCA und CBDA.

Unter Wärmeeinwirkung kann eine chemische Reaktion stattfinden, bei der Kohlendioxid abgespalten wird. Dieser Vorgang wird als Decarboxylierung bezeichnet.

  • THCA kann teilweise in THC übergehen.
  • CBDA kann teilweise in CBD übergehen.

Wie weit solche Umwandlungen ablaufen, hängt nicht nur von einer einzelnen Temperaturangabe ab, sondern auch von Dauer, Material, Feuchtigkeit, Heizsystem und weiteren Bedingungen.

Boiling-Point- oder Decarboxylierungswerte sollten deshalb nicht als direkte Empfehlung für eine bestimmte Vaporizer-Einstellung verstanden werden.

Synthetische Cannabinoide: Warum besondere Vorsicht nötig ist

Synthetische Cannabinoide werden künstlich hergestellt und können sich chemisch sowie pharmakologisch deutlich von THC, CBD und anderen natürlichen Phytocannabinoiden unterscheiden.

Einige wurden für wissenschaftliche Forschungszwecke entwickelt. Andere Substanzen gelangten als unkontrollierte Produkte auf illegale Märkte.

Gerade bei solchen Produkten können Wirkstoff, Konzentration und Zusammensetzung unbekannt oder stark schwankend sein.

Mögliche schwere Reaktionen

  • starke Unruhe und Angst
  • Herzrasen und weitere Herz-Kreislauf-Reaktionen
  • Verwirrtheit und Wahrnehmungsstörungen
  • Krampfanfälle
  • Halluzinationen
  • psychotische Symptome

Ein synthetisches Cannabinoid sollte deshalb nicht als automatisch sichere oder berechenbare Alternative zu einem natürlichen Cannabisprodukt verstanden werden.

Synthetische Cannabinoide und mögliche Risiken

Cannabinoide in der Medizin

Cannabinoide und cannabinoidhaltige Arzneimittel werden in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt. Dabei muss zwischen zugelassenen beziehungsweise ärztlich verordneten Präparaten und frei vermarkteten Produkten unterschieden werden.

Je nach Wirkstoff, Arzneimittel und medizinischer Situation können Cannabinoide beispielsweise bei bestimmten Formen von Schmerzen, Spastik, therapiebedingter Übelkeit oder bestimmten neurologischen Erkrankungen eine Rolle spielen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Cannabis oder ein einzelnes Cannabinoid ein universelles Heilmittel darstellt. Die Wirksamkeit unterscheidet sich je nach Erkrankung, Wirkstoff, Präparat und individueller Situation.

Cannabinoide und Schmerzen

Das Endocannabinoidsystem ist an der Verarbeitung von Schmerzsignalen beteiligt. Deshalb werden Cannabinoide für unterschiedliche Schmerzformen untersucht und teilweise medizinisch eingesetzt.

Die Evidenz ist jedoch nicht für jede Schmerzart gleich stark. Eine medizinische Anwendung sollte daher auf einer individuellen ärztlichen Nutzen-Risiko-Abwägung beruhen.

Übelkeit und Erbrechen

Bestimmte THC-haltige Arzneimittel können unter definierten medizinischen Voraussetzungen bei Übelkeit und Erbrechen eingesetzt werden, beispielsweise im Zusammenhang mit bestimmten Krebstherapien.

Welche Behandlung geeignet ist, richtet sich nach der individuellen medizinischen Situation und den dafür vorgesehenen Arzneimitteln.

Appetitlosigkeit

THC kann den Appetit beeinflussen. Dieser Effekt kann in bestimmten medizinischen Situationen therapeutisch genutzt werden, sollte aber nicht mit einer allgemeinen Empfehlung zur Anwendung von Cannabis gleichgesetzt werden.

Nebenwirkungen und Risiken

Die Risiken von Cannabinoiden unterscheiden sich je nach Wirkstoff, Konzentration, Produkt, Darreichungsform, Häufigkeit und individueller Empfindlichkeit.

Besonders THC kann unter anderem folgende akute Effekte verursachen:

  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • verminderte Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit
  • veränderte Wahrnehmung
  • Angst oder Unruhe
  • vorübergehende Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses

Bei regelmäßigem und intensivem Cannabiskonsum kann außerdem eine Cannabisgebrauchsstörung entstehen. Das individuelle Risiko hängt von mehreren Faktoren ab, darunter Konsummuster, Alter beim Konsumbeginn und persönliche Vulnerabilität.

Besondere Vorsicht ist unter anderem bei Jugendlichen, Schwangeren und Menschen mit bestimmten psychischen oder körperlichen Erkrankungen erforderlich. Auch Wechselwirkungen mit Arzneimitteln sind möglich.

Medizinische Anwendung gehört in fachliche Begleitung

Bei bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft, psychischen Beschwerden oder gleichzeitiger Medikamenteneinnahme sollte die Verwendung cannabinoidhaltiger Arzneimittel mit medizinischem Fachpersonal abgestimmt werden.

THC und CBD im Vergleich

Eigenschaft THC CBD
Berauschende Wirkung Ja, psychoaktiv Keine vergleichbare berauschende Wirkung
CB1-Bezug Wirkt unter anderem über CB1-Rezeptoren Keine mit THC vergleichbare direkte Aktivierung
Medizinischer Einsatz Bei bestimmten Indikationen und Präparaten Bei bestimmten zugelassenen Arzneimitteln und Indikationen
Risiken Psychoaktive Nebenwirkungen und Beeinträchtigung möglich Nicht berauschend, aber Neben- und Wechselwirkungen sind möglich

Der Vergleich verdeutlicht, warum der Begriff „Cannabinoid“ allein zu unspezifisch ist. Entscheidend ist immer, welcher konkrete Stoff in welcher Zusammensetzung und welchem Produkt vorliegt.

Cannabinoide und Terpene

Cannabinoide sind nur ein Teil des chemischen Profils der Cannabispflanze. Daneben enthält sie zahlreiche aromatische Pflanzenstoffe, die als Terpene bezeichnet werden.

Terpene prägen vor allem Geruch und Aroma. Ob und wie einzelne Terpene gemeinsam mit Cannabinoiden pharmakologisch relevante Wechselwirkungen erzeugen, wird weiter erforscht.

Der häufig genannte „Entourage-Effekt“ sollte deshalb nicht als gesicherter Beweis verstanden werden, dass bestimmte Kombinationen automatisch eine therapeutische Wirkung verstärken.

Weitere Informationen findest du im Beitrag Terpene Wirkung und im Terpene-Lexikon.

Cannabinoide beim Verdampfen

Beim bestimmungsgemäßen Verdampfen wird dafür vorgesehenes Pflanzenmaterial kontrolliert erhitzt. Wärme kann dabei unter anderem chemische Umwandlungen wie die Decarboxylierung saurer Cannabinoid-Vorstufen beeinflussen.

Welche Stoffe tatsächlich in das Aerosol übergehen, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab:

  • Zusammensetzung des Ausgangsmaterials
  • Heizsystem
  • Sensorposition
  • Luftführung
  • Kammerdesign
  • Füllzustand und Feuchtigkeit
  • Dauer der Erwärmung
  • Gerätekalibrierung

Die auf einem Vaporizer angezeigte Temperatur ist deshalb nicht automatisch identisch mit der tatsächlichen Temperatur des gesamten Pflanzenmaterials.

Eine bestimmte Temperatureinstellung sollte außerdem nicht als universelle Empfehlung zur Maximierung einer psychoaktiven Wirkung verstanden werden.

Rechtliche Aspekte von Cannabinoiden

Die rechtliche Einordnung cannabinoidhaltiger Produkte hängt unter anderem vom jeweiligen Wirkstoff, Produkt, Verwendungszweck und Land ab.

Für medizinische Cannabisprodukte, Arzneimittel, frei verkäufliche Erzeugnisse und andere cannabinoidhaltige Produkte können unterschiedliche Vorschriften gelten.

Da sich Rechtslagen ändern können und Produkte unterschiedlich eingeordnet werden, sollte die jeweils aktuelle Rechtslage für das konkrete Produkt und den jeweiligen Verwendungszweck geprüft werden.

Forschung zu weniger bekannten Cannabinoiden

Die Cannabinoidforschung beschäftigt sich längst nicht mehr nur mit THC und CBD. Auch CBG, CBN, CBC, CBDV und weitere Substanzen werden zunehmend untersucht.

Zu den Forschungsfeldern gehören unter anderem:

  • Schmerzmechanismen
  • neurologische Erkrankungen
  • Entzündungs- und Immunprozesse
  • psychiatrische Fragestellungen
  • Suchtmedizin

Bei der Interpretation solcher Forschung ist die Studienart entscheidend. Ergebnisse aus Zellkulturen oder Tiermodellen zeigen mögliche biologische Mechanismen, beweisen aber keine therapeutische Wirksamkeit beim Menschen.

Für viele weniger bekannte Cannabinoide fehlen weiterhin größere und hochwertige klinische Studien.

Zusammenfassung: Welche Cannabinoide gibt es?

Cannabinoide bilden eine vielfältige Stoffgruppe mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. THC und CBD sind die bekanntesten Vertreter, daneben werden unter anderem CBG, CBN, CBC und CBDV intensiv erforscht.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • THC ist das bekannteste psychoaktive Cannabinoid.
  • CBD besitzt keine mit THC vergleichbare berauschende Wirkung.
  • CBG, CBN, CBC und CBDV sind weitere natürliche Cannabinoide.
  • THCA und CBDA gehören zu den sauren Cannabinoid-Vorstufen.
  • Wärme kann Decarboxylierungsprozesse beeinflussen.
  • Das Endocannabinoidsystem umfasst Endocannabinoide, Rezeptoren und Enzyme.
  • Einige Cannabinoide werden medizinisch eingesetzt, andere befinden sich überwiegend in der Forschung.
  • Synthetische Cannabinoide können besonders schwer vorhersehbare gesundheitliche Risiken besitzen.

Für die Einordnung eines Cannabisprodukts sollte deshalb nicht nur auf einen einzelnen Wirkstoff geachtet werden. Konzentrationen, weitere Pflanzenstoffe, Produktqualität und individuelle Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle.

Terpene als weitere Pflanzenstoffe verstehen

Neben Cannabinoiden prägen auch Terpene das chemische und aromatische Profil von Cannabis. Im Terpen-Ratgeber erfährst du, was über ihre Bedeutung bekannt ist und wo wissenschaftliche Grenzen liegen.

Terpene genauer ansehen

Häufig gestellte Fragen zu Cannabinoiden

Was sind Cannabinoide?

Cannabinoide sind chemische Verbindungen. Zu ihnen gehören unter anderem pflanzliche Phytocannabinoide aus Cannabis sowie körpereigene Endocannabinoide.

Was macht das Endocannabinoidsystem?

Das Endocannabinoidsystem ist ein körpereigenes Signalsystem aus Endocannabinoiden, Rezeptoren und Enzymen und ist an verschiedenen physiologischen Prozessen beteiligt.

Was ist der Unterschied zwischen THC und CBD?

THC ist psychoaktiv und kann ein Rauschgefühl auslösen. CBD besitzt keine vergleichbare berauschende Wirkung und unterscheidet sich deutlich in seinem pharmakologischen Profil.

Was ist CBG?

CBG steht für Cannabigerol. Besonders seine saure Vorstufe CBGA spielt bei der Biosynthese verschiedener anderer Cannabinoide eine wichtige Rolle. CBG wird für unterschiedliche biologische Fragestellungen erforscht.

Ist CBN nachweislich ein Schlaf-Cannabinoid?

Nein. CBN wird zwar häufig mit Schlaf und Entspannung beworben, die wissenschaftliche Datenlage reicht aber nicht aus, um eine allgemeine schlaffördernde Wirkung zu bestätigen.

Was bedeutet Decarboxylierung?

Decarboxylierung bezeichnet eine chemische Reaktion, bei der sich saure Cannabinoid-Vorstufen unter anderem unter Wärmeeinwirkung verändern können. So kann beispielsweise THCA teilweise in THC übergehen.

Sind synthetische Cannabinoide sicher?

Nicht grundsätzlich. Einige synthetische Cannabinoide können sehr stark und schwer vorhersehbar wirken. Besonders bei unkontrollierten Produkten können Wirkstoff und Konzentration unbekannt sein.

Welche Cannabinoide werden medizinisch eingesetzt?

Je nach zugelassenem Arzneimittel oder ärztlich verordnetem Präparat können unter anderem THC, CBD oder Kombinationen verschiedener Cannabinoide medizinisch verwendet werden. Die konkrete Anwendung hängt von Indikation und Präparat ab.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Forschungsergebnisse zu einzelnen Cannabinoiden, insbesondere aus Zell- oder Tiermodellen, dürfen nicht automatisch als nachgewiesene therapeutische Wirkung beim Menschen verstanden werden.

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